RAL-Montage Schritt-für-Schritt
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RAL-Fenstermontage: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung für maximale Dichtigkeit
Wer heute Fenster kauft, stolpert unweigerlich über den Begriff „RAL-Montage“. Doch was klingt wie ein kompliziertes Behördenkürzel, ist in Wahrheit die wichtigste Versicherung für Ihre Bausubstanz. Eine fachgerechte Montage nach dem Stand der Technik entscheidet darüber, ob Ihr hervorragender Fenster-U-Wert auch in der Praxis funktioniert oder ob teure Heizwärme durch die Anschlussfugen pfeift. Bei Maß-Fenster.de erklären wir Ihnen, wie die RAL-Montage funktioniert und wie Sie diese selbst umsetzen können.
Das goldene Prinzip: Innen dichter als außen
Die gesamte Logik der RAL-Montage lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Die innere Abdichtung muss dampfdiffusionsdichter sein als die äußere. Warum? Warme Luft im Innenraum trägt Feuchtigkeit. Wenn diese ungehindert in die Isolationsschicht (den Bauschaum) gelangt und dort abkühlt, kondensiert sie zu Wasser. Die Folge: Schimmel und zerstörte Dämmung. Die äußere Ebene hingegen muss schlagregendicht sein, aber gleichzeitig Feuchtigkeit von innen nach außen entweichen lassen.
Schritt 1: Die Vorbereitung der Laibung
Bevor das neue Fenster eingesetzt wird, muss das Mauerwerk sauber, staubfrei und tragfähig sein. Im Altbau bedeutet das oft: Glattstrich auftragen. Unebene Ziegelwände lassen sich nicht mit Dichtungsbändern abdichten. Ein sauberer Untergrund ist das A und O. Bevor Sie loslegen, stellen Sie sicher, dass Sie nach unserer Anleitung zum Fenster ausmessen gearbeitet haben – nichts ist ärgerlicher als ein Fenster, das aufgrund von Putzresten nicht in die Öffnung passt.
Schritt 2: Vorbereitung des Fensterrahmens
Bevor der Rahmen in das Loch gestellt wird, werden die Dichtbänder aufgeklebt.
- Innen: Dampfdichte Folie (meist rosa oder weiß).
- Mitte: Dämmung (Montageschaum oder Mineralwolle).
- Außen: Dampfoffene, aber schlagregendichte Folie oder Kompriband (meist grau).
Wenn Sie moderne Kunststofffenster verbauen, achten Sie darauf, dass die Profile vor dem Verkleben der Folien fettfrei sind.
Schritt 3: Einsetzen und Ausrichten
Stellen Sie den Rahmen auf Tragklötze. Nutzen Sie eine Wasserwaage und prüfen Sie das Lot in alle drei Richtungen. Ein Fenster, das nur einen Millimeter schief steht, wird später klemmen oder von alleine zufallen. Fixieren Sie den Rahmen mit Rahmenschrauben oder Montageankern. Achten Sie auf die Abstände: Die Befestigungspunkte sollten ca. 10–15 cm aus den Ecken und dann alle 70 cm gesetzt werden.
Schritt 4: Die Verfüllung der Funktionsebene
Nun wird der Zwischenraum zwischen Rahmen und Wand verfüllt. Montageschaum ist hier der Standard, aber Vorsicht: Schaum ist keine Abdichtung, sondern nur Wärme- und Schalldämmung. Ohne die Folien aus Schritt 2 würde der Schaum nach wenigen Jahren durch Feuchtigkeit seine Wirkung verlieren. Das gilt für hochwertige Holzfenster genauso wie für Aluminiumprofile.
Schritt 5: Die dauerhafte Abdichtung
Zum Abschluss werden die bereits am Rahmen klebenden Folien mit dem Mauerwerk verklebt. Nutzen Sie hierfür speziellen Folienkleber, falls die Bänder nicht selbstklebend sind. Achten Sie auf Schlaufen in den Ecken, um Baubewegungen auszugleichen. Nur so bleibt die Sicherheit (RC2-Standard) und die thermische Integrität gewahrt.
Fazit: Keine Kompromisse beim Einbau
Die RAL-Montage erfordert mehr Zeit und Material als das bloße „Einschäumen“, aber sie ist der einzige Weg, um langfristige Bauschäden zu vermeiden. Ein dichtes Fenster spart über 30 Jahre hinweg ein Vielfaches der Montagekosten an Energie ein. Bei Maß-Fenster.de finden Sie im Konfigurator direkt das passende Montage-Set für Ihr Projekt.